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Anhang 6: Besonderheiten bei Installation auf Linux

Grundsätzlich funktioniert die Claro-Installation auf Linux-Systemen auf die gleiche Weise, wie unter Windows. In der Praxis haben sich aber einige Fallstricke erwiesen, auf die wir im Folgenden näher eingehen möchten.Remotezugriff auf grafischen Installer:

Claro verwendet einen grafischen Installer, dessen Schritte oben näher beschrieben wurden. In vielen Fällen wird aber Linux ohne Desktop installiert und bietet so keine eigene grafische Oberfläche. Zugegriffen wird in diesen Fällen meist über einen Terminalemulator wie Putty – dies bietet einen rein auf Kommandozeilen beruhenden Zugriff. Um nun den grafischen Claro-Installer zu starten hat sich unter Windows XMing als X-Server-Implementierung bewährt. Wenn in Putty das X11-forwarding aktiviert wurde (unter Connection–>SSH–>X11) und XMing im Hintergrund gestartet wurde, dann erfolgt die Ausgabe des grafischen Installers automatisch auf dem lokalen Windows-Rechner. Damit dies funktioniert müssen auf dem Linux-System zumindest die folgenden Pakete installiert sein:

xorg-x11-apps
xorg-x11-xauth.x86_64
xorg-x11-server-utils-7.5-13.el6.x86_64
libXtst.x86_64

Um die korrekte grafische Ausgabe zu testen könnten Sie zusätzlich z.B. XTerm installieren und ausführen. Wenn dies korrekt auf dem Remote-Rechner startet, sollte auch der Claro-Installer richtig ausgeführt werden.

Darüber hinaus benötigt Claro die folgenden Pakete:

libgtk2.0-0
libv4l-0
bzw.:
gtk2.x86_64
gtk3.x86_64
libv4l.x86_64
libv4l1-0
glibc ab version 2.14

Sollten diese bei Ihrem System noch nicht installiert sein, dann installieren Sie bitte diese Pakete mit dem Paketmanager ihrer Distribution. Zusätzlich können Sie noch ein grafisches Programm (wie z.B. xterm) installieren, um die grafische Ausgabe zu testen. Eine Installation des Paketes “sigar.x86_64” sollten Sie dagegen unbedingt vermeiden – dies führt zu Konflikten mit Libraries, die der Claro-Installer bereits enthält.

Java-Installation:
Die meisten Linux-Distributionen installieren heute standardmäßig OpenJava als Java-Implementierung. Dieses wird aber von unserer Seite nicht unterstützt. Claro setzt die Installation eines Oracle-Java voraus (die jeweils aktuell unterstützte Version erfragen Sie bitte bei Ihrem ELPICAL-Support). Claro stört sich zwar nicht an einem parallel installierten OpenJava, aber installieren Sie zusätzlich ein Oracle-Java.

Hinweis: Seit Version 11 von Claro bringt es seine eigene Java-Implementation mit. Es funktioniert also unabhängig von einer etwaig bereits vorinstallierten Java-Installation.

Installation ohne root-rechte:
Seit Claro Version 11 ist es unbedingt notwendig den Installer mit Superuser- (root-)Rechten zu starten – ansonsten bricht der Installer mit einer entsprechenden Meldung ab.

CMM:
Beim Start meldet Claro im Log unter anderem, welches CMM verwendet wird. Meist wird die Verwendung von lcms bevorzugt, das auch von einigen Linux-Distributionen bereits mit installiert wird. Claro meldet dann im Log:
Configured color engine: LCMS
Überprüfen Sie ob dieses Paket installiert wurde und installieren Sie es ggf. manuell. Es darf höchstens die Version 1.19 verwendet werden – in einigen älteren Distributionen funktioniert aber auch Version 1.18 fehlerfrei. Neuere Versionen des lcms können derzeit nicht mit Claro eingesetzt werden.

Java BackingStore:
Java verwendet für System-(Programm-)Einstellungen auf verschiedenen Betreibssystemen unterschiedliche Sicherungsorte (‘BackingStore’). Unter Windows werden diese Informationen in der Registry gesichert. Unter Linux wird default das Verzeichnis .java unterhalb von /etc gesucht. Wenn dieses Verzeichnis vorhanden ist, wird es auch für die Claro-Einstellungen verwendet. Wenn es nicht vorhanden ist, wird ein Verzeichnis .systemPrefs unterhalb des Java-Home-Verzeichnisses verwendet. In bestimmten Situationen kann es mit diesem backingStore-Verzeichnis zu Problemen kommen. In diesen Fällen bietet es sich an, Java zu veranlassen ein ganz bestimmtes Verzeichnis dafür zu verwenden. Dies können Sie in Claro über Einträge in der Konfigurationsdatei JClaro.conf (aus dem Unterverzeichnis /conf) erledigen. Fügen Sie unterhalb der bestehenden Einträge, die mit
wrapper.java.additional… beginnen diese beiden Zeilen ein:

wrapper.java.additional.xx=-Djava.util.prefs.userRoot=/PFAD/Verzeichnis
wrapper.java.additional.xx=-Djava.util.prefs.systemRoot=/PFAD/Verzeichnis

Ändern Sie zunächst die Einträge xx zu Nummern, so dass alle aktiven Parameter fortlaufende aufsteigende Nummern tragen. Passen Sie dann den /PFAD/Verzeichnis an Ihre Wünsche an. Erstellen Sie dabei manuell das angegebenen Verzeichnis und zusätzlich unbedingt ein Unterverzeichnis .systemPrefs (der Punkt ist wichtig!). Der User, mit dessen Account Claro läuft, muss auf dieses Verzeichnis volle Berechtigungen besitzen!
Ab dem nächsten Start von Claro werden die Programmeinstellungen in das von Ihnen angegebene Verzeichnis geschrieben – die Java-Voreinstellungen werden overruled.

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